
Dessous und Reizwäsche sind in ihrer Ausformung häufig an Vorbilder aus dem französisch geprägten 19. Jahrhundert angelegt, in dem zunehmend ansprechende Wäsche hergestellt wurde. Dies erklärt auch den Ursprung der verschiedenen Bezeichnungen dieser edlen Wäschestücke aus dem Französischen.
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Auch wenn Dessous hauptsächlich mit einer 200 Jahre alten Geschichte in Verbindung gebracht werden –phantasievolle Unterwäsche für die Frau gab es auch schon viel früher. In der Renaissance war es angesagt, Rundungen zu zeigen. Mit der Unterwäsche wurde besonders die Hüfte betont.
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Die Römerinnen trugen einen Vorläufer des BH, eine Brustbinde namens Fascia. Damals war der kleine, flache Busen modern. Dementsprechend wurde dieses Kleidungsstück fester gebunden als das Strophium, die Brustbinde der Griechinnen. Auch der erste Slip findet sich in der Römerzeit. Reiche Frauen trugen das Subligaculum, ein Tuch, das seitlich geknotet oder vernäht war.
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Man kann jedoch auf der Suche nach der Urform des Dessous noch viel weiter zurückgehen, bis ins Altertum. Auf den Darstellungen der Ägypter ist zu sehen, dass die Menschen auch damals eine Art Unterwäsche trugen. Dieser Schurz war zwar nur aus Leinen gefertigt, aber durchaus modisch um die Hüften gebunden.
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Und schließlich stellt der Lendenschurz, der viele Jahrtausende vor Christus getragen wurde, die Urform der Unterwäsche dar. Dieser war zwar eher nützlich als ästhetisch. Hergestellt aus Hanf, Bast, Flechtwerk oder Fell bot er den Menschen Schutz.
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Doch nun zurück in die prickelnde Gegenwart, zu anmutigen und gewagten Modellen aus feinen und bequemen Materialien. Die Funktion der modernen Dessous geht über den Gebrauchswert der üblichen Unterwäsche hinaus. Sie reicht von im Alltag bequem zu tragender Unterwäsche bis zu Kleidungsstücken, die den Status eines sexuellen Fetischs annehmen können. Bei den modernen Dessous lassen sich zwei Arten unterscheiden. Der erste Dessoustyp ist romantisch und verspielt. Auf der anderen Seite findet sich der sportliche Unterwäschetyp, bei dem die Funktionalität im Vordergrund steht.
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