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Zimmerli oder das historische Geheimnis aufregender Wäsche.
Zimmerli ist in seiner Kernkompetenz Feinststrickerei unerreicht. Die Anfänge des Hauses wurzeln in der Beherrschung der mechanischen Strickerei in feinster Ausführung und auf höchstem Niveau.
1871
ordert Pauline Zimmerli die erste Strickmaschine in der Schweiz – eine einfache 1-Stich-Maschine - und produziert damit Strümpfe. Wenige Jahre später,
1874/75,
regt Pauline Zimmerli die Konstruktion einer 2-Nadel-Strickmaschine an und gibt die Launching-Order für die erste Maschine. Dank dieser Strickmaschine ist fortan die Herstellung von elastischen Ripp-Trikots möglich, international als «Camisoles suisses» oder «Swiss ribbed goods» bekannt.
1878 auf der Weltausstellung in Paris erhält Zimmerli für diese Kreativleistung Goldmedaillen und erste Preise.
Zimmerli – und mit Zimmerli die Region Zofingen - etabliern sich sukzessive als Spezialist für hochwertige Feinwäsche und positioniert sich auf dem in Europa führenden französischen Markt. Zimmerli produziert an Betriebsstätten in Aarburg, Lostorf und Montbéliard.
1888 übernimmt Oskar Zimmerli von seinem Bruder Adolf dessen Anteile und von Pauline Zimmerli, der Stiefmutter, die Geschäftsführung des Unternehmens. Um das weitere Wachstum der Firma zu sichern, gründet Oskar Zimmerli eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von einer Million Franken.
1914
stirbt Pauline Zimmerli im Alter von 85 Jahren.
1922
baut Zimmerli als Reaktion auf die nachkriegsbedingten Importrestriktionen eine Produktionsstätte in Saint Quentin (F) auf. Der Betrieb wird 1944 bombardiert und nicht mehr aufgebaut.
1928
stirbt Oskar Zimmerli. Carl Oskar Fahrländer, geschäftsführender Direktor bei Zimmerli, erwirbt das Unternehmen aus dem Nachlass.
1962
schliesst Zimmerli die Produktion im elsässischen Montbéliard (F) und baut stattdessen den Betrieb in Coldrerio TI auf.
1992
übernehmen Hans und Werner Borner zunächst Zimmerli Coldrerio und 1997 in einem zweiten Schritt die Zimmerli Textil AG Aarburg. Das Unternehmen war 1989 anderweitig übernommen worden, war aber der Textilkrise finanziell nicht gewachsen.
2006
wird Walter Borner für sein Lebenswerk und seine unternehmerischen Verdienste mit dem Preis «Entrepreneur of the Year» ausgezeichnet.
2008
beschliesst Walter Borner sein Lebenswerk langfristig zu sichern und es der von Nordeck International Holding AG anzuvertrauen.
Die von Nordeck Holding ist eine Familiengesellschaft, die langfristig in gut geführte Familienunternehmen ohne Nachfolger investiert.


