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Zimmerli – Qualität im Detail

 

Bei Zimmerli stimmt eben alles. Das Ausgangsprodukt für das Garn, die Verarbeitung, das Design, die Schnitte und die Konfektion. Das Geheimnis von Zimmerli ist die konstante Spitzenqualität in allen Verarbeitungsstufen. Und dies mit eherner Beständigkeit. Seit 1871.

 

 

Das Garn

 

Zimmerli bezieht sein edles Baumwollgarn mit dem «Swiss Cotton»–Label von einer Schweizer Spinnerei. Die Firma Hermann Bühler aus Sennhof bei Winterthur konzentriert sich seit gut 200 Jahren auf das Spinnen von Qualitätsgarnen aus extra langfaseriger Baumwolle, so genanntem Extra Long Staple Cotton. Die Baumwolle stammt aus biologischem Anbau in Ägypten oder den USA. Die Faserlänge liegt zwischen 34 und 38 Millimetern. Die Faserlänge ist ein wichtiges Qualitätskriterium für das Ausgangsprodukt.
Die sorgfältige Auswahl der Rohstoffe und die innovativen, produktschonenden Spinnverfahren, die Hermann Bühler entwickelt hat, ergeben ein Garn von hoher Faserfestigkeit. Es ist langlebig und dank seiner Naturbelassenheit das Beste für die sensible Haut. Damit bietet das Garn von Hermann Bühler die beste Voraussetzung für die optimale Qualität des Endproduktes. Es haart nicht, ist dehnbar und hat eine hohe Zugfestigkeit. Die hohe Faserfestigkeit garantiert eine problemlose Weiterverarbeitung und verbessert die Strapazierbarkeit des Endprodukts. Wie fein die Faser ist, zeigt sich am fliessenden Fall und an dem unübertroffen sanften Griff.

 

Den weiteren Veredelungsprozess für den «Swiss Cotton» – notabene ein zertifiziertes Label des Schweizer Textilverbandes - übernehmen die Johann Müller AG im aargauischen Strengelbach und der Textildruck Schellenberg im zürcherischen Fehraltdorf. Die Garne werden zweifach merzerisiert und erhalten ihre gültige Farbe. Schweizer Ausrüster sind weltweit führend in der Nutzung umweltfreundlicher Techniken.

 

 

 

 

Das Baumwollgarn strickt Zimmerli auf drei eigenen Flachstrickmaschinen in Huttwil. Das Flachstrickverfahren – im Gegensatz zum Rundstricken – ist arbeitsintensiver, langsamer, aufwendiger und damit sehr viel teurer, belohnt dafür aber mit einer extremen Elastizität. Eine Maschine braucht eine Woche, um 60 Meter Baumwolle zu stricken.

 

Weltweit ist Zimmerli der einzige Feinwäschehersteller, der seinen Stoff noch im Flachstrickverfahren produziert. Aber es kommt noch besser: Produziert wird bei Zimmerli in Huttwil noch auf zwei Maschinen der Schaffhauser Strickmaschinenfabrik mit der maximal möglichen – heute nicht mehr erhältlichen – und besonders feinen ZwanzigerTeilung.
Echter Glücksfall: Mit Pascal Bornet hat sich ein viel-seitig begabter und gelernter Maschinenmechaniker auf das Flachstricken konzentriert.
Das Einrichten der Maschine, die Fadenführung, die Wetterlage – je nach Feuchtigkeit verändert sich die Stofflänge um 13 Prozent – verlangen ein grosses Savoir-faire. Pascal Bornet hat es sich angeeignet im intensiven Austausch mit alterfahrenen Strickern. Die meisten leben längst im Ruhestand, stellen ihr Wissen aber gerne zur Verfügung, wenn man den Weg zu ihnen findet und sie fragt.

 

 

Die Schnitttechnik

 

Die Kunst einer Fertigung in der Schweiz ist die Kunst eines überlegenen Savoir-faire beim Zuschneiden der Stoffbahnen. Wenn die Zuschneiderinnen in Mendrisio die Bahnen ausrollen auf dem 30 Meter langen Zuschneidetisch, wissen sie genau, was sie zu tun haben. Die Experten in Aarburg tüfteln je nach Bedarf Maquetten aus, die den verfügbaren Stoff optimal nutzen für alle benötigten Teile. Oberstes Kriterium in der Schnitttechnik ist der Tragekomfort.

 

 



 

 

Die Konfektion

 

Zimmerli konfektioniert in Coldrerio im Mendrisiotto, in dem Südzipfel des Tessins. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es dieses Savoir-faire. Die Tessiner Näherinnen sind wirklich einmalig in der Kunst, Wäsche so zu konfektionieren, dass sie immer bequem sitzt. Die Näh-technik im Mendrisiotto ist so unerreicht wie das Savoir- faire der Uhrmacher im Jurabogen. Sie nähen mit Verstand und einem grossen Ehrgeiz zur Perfektion. Nähen ist in dieser Landschaft zwischen Luganersee, Langensee, Comer See und Lago di Varese eine grosse Tradition, die von der Mutter zur Tochter weitergereicht wird. Die Generationen reichen untereinander Geheimnisse weiter, die keine Schule vermittelt. Etwa, wie ein Gummizug zu vernähen ist, damit er nicht aufträgt. Und vieles andere mehr. Um sie zu entdecken, muss man sehr genau hinschauen. Oder einfach die Wäsche von Zimmerli tragen und dann irgendwann spüren, dass man sie nicht spürt.

 

 

 

 

Zwei gültige Einsichten, formuliert von John Ruskin, dem bedeutenden Kunsthistoriker «The Stones of Venice» und Zivilisationskritiker des 19. Jahrhunderts.

 

 

«It is unwise to pay too much, but it is worse to pay too little. When you pay too much, you lose a little money – that’s all. When you pay too little, you sometimes lose everything, because the thing you bought is incapable of doing the thing it was bought to do.»

 

 

«There is hardly anything in the world which someone can’t make a little worse and sell a little cheaper - and people who consider price alone are this man’s lawful prey.»

 

 


 

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