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Die 10 größten Sonnen-Mythen

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Nicht alles, was man über die Sonne hört, ist auch wahr.

 

Wir gehen den zehn größten Mythen nach, damit Sie nicht aufgrund von falschen Informationen einen Sonnenbrand riskieren.

 

 

 

Mythos 1: Im Schatten und bei Wolken bekommt man keinen Sonnenbrand.

Oh doch! Auch im Schatten erreichen etwa 50 Prozent der UV-Strahlen die Haut, weil Wasser und Sand die Strahlen reflektieren. Sonnenschirme und Wolken wiederum können so viel Licht durchlassen, dass man auch ungeschützt noch einen Sonnenbrand bekommt. Deswegen besser eincremen.

 

Mythos 2: Morgens und abends ist die Sonnenbestrahlung nicht so gefährlich wie mittags.

Richtig ist, dass man zwi-schen 11 und 15 Uhr die Sonne meiden soll. Zu beachten ist jedoch, dass die UVA-Strahlen im Gegensatz zu UVB-Strahlen den ganzen Tag über eine kontinuierlich hohe Energie haben. Das heißt, sie erreichen die Haut jederzeit gleich intensiv. Die Folge: Falten. Denn UVA-Strahlen sind hauptverantwortlich für eine frühzeitige Hautalterung. Deswegen immer auf das UVA-Zeichen am Cremetiegel achten.

 

Mythos 3: Gerötete Haut wird am nächsten Tag braun.

Sonnenbrand ist ein Zeichen für einen ernsthaften Hautschaden, der vorzeitige Hautalterung hervorruft und das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, erheblich steigen lässt. Die stark geschädigte Haut erzeugt als natürliche Reaktion Melanin, das wir als Bräune sehen, um sich vor weiteren Schäden zu schützen. Diese wird sichtbar, wenn die Rötung zurückgeht – die Rötung an sich wird jedoch nicht braun.

 

Mythos 4: Selbstbräuner schützen vor Sonnenbrand.

Irrtum: Selbstbräuner färben lediglich die oberste Hautschicht ein, beeinflussen aber die Melaninproduktion nicht und bilden daher auch keinen Eigenschutz für die Haut. Wenn der Körper Sonne abbekommt, bildet er das Pigment Melanin, das die Haut schützt und für eine braune Tönung sorgt.

 

Mythos 5: Mehrmaliges Eincremen erhöht den Schutz.

Das stimmt so nicht. Die Schutzzeit kann durch wiederholtes Auftragen nicht verlängert werden. 100-prozentiger Schutz ist sowieso nicht möglich, da UV-Strahlen nie zur Gänze abgeblockt werden können. Als Faustregel für helle Typen gilt: nicht länger als zehn Minuten ungeschützt in der Sonne sein. Ein Sonnenschutzprodukt mit LSF 15 verlängert die Aufenthaltsdauer in der Sonne auf 150 Minuten (zehn Minuten mal 15).

 

 

Mythos 6: Wasserfest heißt 100 Prozent wasserfest.

Wirklich wasserfest sind auch wasserfeste Sonnencremes nicht. Etwa 50 Prozent der Wirkung lassen nach ungefähr 30 Minuten im Wasser nach. Auch durch das Abtrocknen rubbelt man Sonnencreme ab. Hautarzt Markus Dawid rät: besser immer frisch eincremen.

 

Mythos 7: Vorbräunen im Sola-rium schützt die Haut.

Richtig ist: Wer schon braun ist, bekommt nicht so schnell einen Sonnenbrand. Jedoch schädigt jede zusätzliche Portion UV-Strahlen die Haut. Die „gesündeste“ Variante ist, mit hohem Lichtschutzfaktor langsam bräunen.

 

Mythos 8: Mit einem hohen Lichtschutzfaktor werde ich nicht braun.

Das stimmt so nicht, denn auch Sonnenschutz mit hohem LSF lässt einen kleinen Teil der UV-Strahlen durch.

 

Mythos 9: Fettige Sonnencremen sind schuld an Sonnenallergien.

Die „Mallorca-Akne“ ist die häufigste lichtbedingte Hauterkrankung in Mittel-europa. Sie tritt einige Tage nach dem ersten intensiven Sonnenbad des Jahres als Reaktion der Haut auf UVA-Strahlen auf. Sie äußert sich mit kleinen, meist juckenden Hautreizungen oder Rötungen an Armen, Beinen, Dekolleté und Gesicht. Als Auslöser werden freie Radikale (Moleküle mit zellschädigender Wirkung) vermutet. Diese Moleküle reagieren offenbar mit den Haupt-bestandteilen der Sonnencreme: Fetten und Emulgatoren. Bester Schutz sind daher fettfreie Sonnenschutzmittel (Gels) mit hohem UVA-Filter und Radikalenfängern wie Vitamin E.

 

Mythos 10: Sonnenbaden ist gesund.

Sonne ist wichtig fürs Gemüt, das stimmt. Zum Beispiel braucht der Körper Sonnenlicht, um Vitamin D bilden zu können, das unter anderem gegen Depressionen wirkt. Für die nötige Portion des „Sonnen-vitamins“ reichen aber schon zehn Minuten Sonne täglich. Und damit ist nicht gemeint, ungeschützt in der Sonne zu liegen. Rausgehen reicht. Denn Gesicht, Hände und Arme bekommen im Alltag genug Sonnenstrahlen ab. Gute Laune allein gilt demnach nicht als Ausrede für ein stundenlanges Sonnenbad!

 



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